Glossar für zu Erläuterung der Fachbegriffe mit denen wir in der Druck, Grafik und Markingbranche so selbstverständlich um uns werfen!

Manchmal wenn man uns (mir und den anderen aus der Branche) zuhört, dann hat man das Gefühl mit einem Außerirdischen zu sprechen, den oft versteht man nur jedes zweite Wort. In meinem Berufsleben habe ich so viele Fachbegriffe gehört und verinnerlicht. Dann passiert es mir, dass ich vergesse, mein gegenüber ist vielleicht nicht im Bilde darüber, wovon ich spreche.

Meistens zu höflich, um mich darauf hinzuweisen.

Daher hier für euch die gängigsten paar Fachbegriffe mit den ich euch eventuell konfrontieren könnte ;)

Ad Click

Kennzahl  Erfolgskontrolle der Online Werbung , beschreibt die Zahl der User-Clicks auf einen Hyperlink.

Abfallend

nennt man die Fläche (egal ob Bild, Farbelement oder Grafik) die 3 mm über den Rand hinaus verlängert wird. Damit vermeidet man ungenaue Schnittkanten, umgangssprachlich Blitzer genannt.

Antiqua

Schriftartbezeichnung – typografischer Ausdruck für rundbogige Druckschriften oder Screen Fonts mit Serifen, mit betonten Serifen und ohne Serifen (Grotesk).

Andruck (auch Proof genannt)

Dieser wird vor dem Druckbeginn, als Probedurchlauf gemacht, um das zu erwartende Druckergebnis zu kontrollieren. Vielen Druckereien gibt es  fast nur mehr ein digitales Proof- dieses wird als PDF versendet und dient zu optischen Kontrolle ob alles da ist wo es hingehört.

Ausgleichen

typografischer Fachbegriff für die ästhetische Anpassung der Weißräume innerhalb zwischen den Buchstaben-, Ziffern- und Zeichenabständen. Mein Bleisatzlehrer hat das noch unter „Ausmitteln“ erklärt. Ihm ging es darum den Schrift satz ins Gleichgewicht bringen. In den heutigen Programmen verstehen wir das unter dem optischen Schriftweiten Ausgleich. Der Sinn hinter einem gleichmäßigen Weißraum zwischen mehreren Zeichen ist die Ästhetik eines Wortbildes zu erhöhen.

Auflage

Stückzahl wie viel von der Drucksorte benötigt (gedruckt und geliefert) wird. Z. B. 500 Stk. Visitenkarten.

Augenkrebs ;)*

gängiger Begriff unter Grafikern, Webdesignern und allen anderen kreativen für ein wirklich „schwer ansehnliches“ Design-, Druck- oder Webprodukt. So das wir wirklich Augenweh bekommen und gar nicht mehr hinschauen können.

* Mir ist völlig bewusst das Augenkrebs eine ernstzunehmende Krankheit ist. Daher möchte ich mit dieser Bezeichung niemandes Leid schmälern, diesem respektlos oder  beleidigend erscheinen.

Auflösung

Ein digitales Bild besteht aus Bildkästchen (Quadrate) dies nennt man auch Pixel. Die gängige Bildauflösung ist 72ppi Pixel pro inch (inch = Zoll = Längeneinheit= 1Zoll entspricht 2,54 cm). Leicht zu merken je mehr Pixel pro Zoll um so höher die Auflösung. Sollten sein ein Bild sehen, dass ihnen unscharf vorkommt oder sie gar die kleinen Quadrate mit freiem Auge sehen das ist die Auflösung für ihre Ansicht zu gering, also zu wenig Pixel pro Zoll.

Umgangs sprachlich nennt man dies „pixelig“. Wenn sie nun drucken wollen hören sie sicher immer die 300 dpi.

Nun im Druck werden aus den Quadraten nun Punkte (Rasterpunkte)

deswegen auch dpi (dots per inch). Diesen Vorgang finden sie sehr gut erklärt unter https://de.wikipedia.org/wiki/Pixel. Für fast alle gedruckten Medien (Flyer, Folder, Geschäftsdrucksorten usw.) gilt 300 dot per 1 inch/Zoll als ideale Auflösung. Ausnahmen sind großformatige Drucksorten wie Banner, Plakate, Werbetafeln usw. diese werden meistens aus der Ferne betrachtet. Je weiter weg so schärfer erscheint es.
Ich berate sie dazu selbstverständlich sehr gerne.

Ausschießen

So nennt man die Anordnung der einzelnen Seiten auf einem Druckbogen.

Für mehrseitigen Drucksorten wird nicht die einzelne Seite, sondern mehrere Seiten zusammen auf einem großen Druckbogen gedruckt.

Da Vorder- und Rückseite (Schön- und Wiederdruck) bedruckt werden und der Druckbogen in der Weiterverarbeitung gefalzt und geschnitten wird, muss vorher genau berechnet werden, wie die Seiten angeordnet sein müssen. Es gibt 4, 8, 16 und 32 Seiten pro Druckbogen.

Auszeichnung

bestimmte Textabschnitte, Worte, Zeilen oder Flächen werden durch eine Auszeichnung z. B. einen Fetten (Bold) bzw. kursiven (Italic) Schriftschnitt, eine ganz andere Schriftart oder farblich hervorgehoben werden.

Awareness

Definiert den Bekanntheitsgrad einer Marke oder eines Unternehmens. Dieser begriff kommt aus der Marktforschung.

Außensteg

Definiert die unbedruckten Flächen am linken äußeren und am rechten äußeren Rand eines Buches oder eines buchähnlichem Druckwerk (z.B: Magazine)

Bastardschriften

Diese Schriften lassen sich nicht eindeutig einer Schriftklasse zu ordnen. Sie haben verschiede Merkmale aus verschieden. Schriftklassifikationen. Man kennt diese Schriften auch unter dem Begriff Zierschriften (genaue Definition unter Z).

Beschnitt (Beschnittzugabe)

Nennt man die  Fläche (egal ob Bild, Farbelement oder Grafik) die  1, 2, 3 oder 5 mm über den Rand hinaus verlängert wird. Das heisst alles was ausserhalb des definerten Seitenformates liegt.
Damit vermeidet man ungenaue Schnittkanten. Diese werden umgangssprachlich Blitzer genannt (sichtbare weisse feine Linien am Rand , wo keine sein sollten).

Bildschirmschriften

Unter diesen versteht man Fonts die speziell für LED- und LCD-Monitore, optische Interfaces sowie digitale Benutzeroberflächen entwickelt wurden.
Eine Berühmte Vetreterin ist die Verdana.

Blitzer

Definiert eine fehlerhafte unbedruckte oder bedruckte Stelle innerhalb einer Drucksorte (z.B.: Folder, Flyer, Visitenkarten usw). Die häufigste von mir beobachtete Ursache, sind die fehlenden Millimeter über das Druckformat hinaus:)

Blocksatz

Ist eine der 3 Satzarten. Bei dieser Satzart werden alle Textzeilen am Satzanfang und am Satzende senkrecht ausgerichtet. Damit ein harmonisches Lesebild entsteht, muss von Hand nachbearbeitet werden (Korrekturen der Wortabstände usw.) Dieses “Nachabeiten” wird dir in richtigen Layout Programme (z.B. InDesign) durch diverse Einstellungen erleichtert.

Blindprägung

Die Blindprägung ist eine von vielen verschiedenen Druckveredelungen.  Blindprägung gilt in ihrer Haptik als dezent und hochwertig.
Ihre plastische Wirkung bekommt sie duch Lichtund schatten.
Technisch ist die  Blindprägung eine Ausformung des jeweiligen Bedrukstoffes (Bucheinbände, Visitenkarten uvm.). Durch das Einpressen mit hohem Pressdruck (Prägen) eines Sujets (Logo, schriftzeichen, illustrationen uvm.)  und dem bedruckstoff entsteht diese Veredelung.
Blindprägungen sind meistens farblos.

Brotschrift

Dieses Ausdruck beschreibt die Schrift des Werksatzes (Fließtext oder auch Haupttext). Geschichtlich kommt der Ausdruck aus der Zeit als früher die Setzer „ Ihr Brot“ mit der „Schrift“ verdient haben. Als Entlohnungskriterium wurden die gesetzten Zeilen hergenommen.

Buchsatzspiegel 

Der Buchsatzspielgel gibt die bedruckte und unbedruckte Fläche einer Doppelseite in einem Buch oder Buch ähnlichem Druckwerk an.

Hier werden folgende Bereiche festgelegt:
Kopfsteg, Bundsteg, Fußsteg und Außensteg.

Wollt ihr es wirklich ganz genau wissen, empfehle ich hierzu das typografische Lexikon von Wolfgang Beinert – in meinen Augen die beste Nachschlagemöglichkeit in Sachen Typografie ;) https://www.typolexikon.de/buchsatzspiegel-satzspiegel-schriftspiegel/

Buchanhangseiten (Nachsatz oder auch Nachspann)

Jedes Druckwerk (z.B: Buch oder Magazine) hat nach dem Kernteil (typografisch korrekt der Kolumne) weitere Seiten. Meisten dienen sie ergänzenend zum Kern.

Im Nachspann finden sich je nach Verlag- oder Autorenwunsch bzw. nach Werk folgende Seiten:

Register, Quellenverzeichnis, Bibliografie, Danksagungen, Abbildungsverzeichnis und weitere.

Call-to-Action (CTA)

Die “Handlungsaufforderung” auf deiner Website. Mit einem Link, einem Button oder auch einem einladendem Bild forderst du deinen Besucher auf, die gewünschte Handlung auf der geraden besuchten Page auszuführen.

Klassische und vielverwendete Beispiele für Call-to-Action – Texte sind:

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Cellophanierung

Die Cellophanierung (Folienkaschierung) ist eine Druck Veredelungsart. Durch das flächige Verkleben einer Oberfläche mit einer Folie werden die mechanischen und optischen Eigenschaften der Drucksorte verbessert. Die Drucksorte greift sich stabiler an und bleibt länger Formstabil. Zusätzlich kann man damit sie vor Verschmutzung und Feuchtigkeit schützen. Gern verwendet wird die Cellophanierung  z.b: bei Büchern,  Verpackungen, Visitenkarten oder auch Speisekarten. Es gibt diese in Matt, Glänzend und in der bei Visitenkarten beliebten Soft-Touch Variante.

Condensed

Fachbegriff aus dem Electronic Publishing für einen engen Schriftstil (Font Style) eines Fonts (Schrift).

Content-Management-System (CMS-System)

Du hast es sicher schon oft gehört. Das CMS-System ist eine Software. Diese zur Erstellung, Bearbeitung, Verwaltung und Darstellung  von digitalen Inhalten dient. Der Vorteil an einem CMS-System liegt darin, das du dieses manchmal ohne oder mit nur wenigen Programmier- oder HTML-Kenntnissen bedienen kannst. Dir sicher bekannt ist das wahrscheinlich populärste Open-Source CMS -System WordPress.
Weitere bekannte Systeme sind auch noch TYPO3, Jimdo, WIX oder Shopify.

Content

ist das aus dem englischen kommende Wort für alle Formen von Inhalten im Internet. Mit deinen wertvollen und kostenlosen Inhalten  (dem Free Content) hilfst du deiner Community und baust dadurch das nötige Vertrauen zu dir auf. Zusätzlich unterstütz du deine Glaubwürdigkeit und untermauerst deinen Expertenstatus. Mit den unterschiedlichen Content Formen wie z.B. deinem Blog schaffst du zusätzlich langfristige Inhalte für deine Website, dies wiederum sehr gut für dein SEO ist.

Crawler

Der Crawler ist eigentlich ein Computerprogramm, welches sich durch Links im World Wide Web hangelt und  Daten über Webseiten sammelt.

Crawler verwenden fast nur Suchmaschinen um Daten von Websiten zu erfassen, Änderungen oder auch gelöschte Inhalte wahrzunehmen.

DSGVO (Datenschutzgrundverordung)

Am 4. Mai 2016 wurde die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments beschlossen. Seite dem 25. Mai 2018 in Kraft getretten und für uns Selbstständige unabdinglich. Grundsätzlich ist alles verboten außer wofür du eine Einwilligung hast ;))

Den die DSGVO ist ein sogenanntes „Verbotsgesetz mit Erlaubnisvorbehalt“: Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten ist somit grundsätzlich verboten. Zulässig ist sie nur dann, wenn die betroffene Person es ausdrücklich erlaubt oder ein Gesetz die Datenerhebung und verarbeitung vorsieht. In unserem Datenschutzgesetz sind die meisten Datenschutzvorschriften schon enthalten.

Möchtest du die genauen Definiton, wie Pflichten und Rechte wissen habe ich hier für dich den Link zur Österreichischen Datenschutzbehörde . Bist du Klein- oder Einzelunternehmerin und hast Fragen zur DSGVO ? Hier kann ich dir meine Unterstützung anbieten. Genaue infos findest du unter stern datenschutz.

Domain

Eine Domain ist der Einziartige Name deiner Website im World Wide Web. Sie besteht aus drei Komponenten:

Third-Level-Domain

Second-Level-Domain

Top-Level-Domain

Glossar | D | Domain | Sternloscreative

Drucksorte

Sprachgebrauch für alles was gedruckt wird. Visitenkarten, Plakate, Folder usw.

Einzug

Fachbegriff der Typografie für eine Zeileneinrückung. Durch das Einrücken des Textanfangs zu Beginn einer neuen Zeile am Satzanfang, schafft man eine lesefreundliche Gliederung des Gesamttextes.  

Endformat

Das Enformat einer Drucksorte, ist das Format nach dem Zuschnitt in der Endfertigung.

Flattersatz

Flatterhafte Textausrichtung nach links oder nach rechts.

Findelkind

Dieser Fachbegriff stammt aus der schönen Bleisatz–Zeit.

Das “Findelkind” (dent mit dem Schusterjungen) beschreibt einen leider weit verbreiteten,  unschönen Umbruchfehler innerhalb eines Schriftsatzes.

Die erste Zeile eines Absatzes steht hier irrtümlich als einzelne Zeile ganz allein am Ende der vorausgehenden Spalte.

glossar | F | Findelkind | Sternloscreative

Font

Gebräuchlich im heutigen Sprachgebrauch für “Schrift“. Ich wechsle besonders oft zwischen dem deutschen und dem englischen Begriff. Tatsächlich
gäbe es zu diesem Ausdruck wirklich sehr viel zu sagen. Daher solltet ihr Neugierig sein – www.typolexikon.de

Gautschen

Diesen alten aber sehr bliebten Brauch der druckbranche durfte ich 1997 erleben. Wir Schriftsetzer*innen aber auch unsere Schulkollegen*innen aus dem Druck und der Repro , durft uns alle vor einem großen Bottich vollmit wasser aufstellen. Dann wurde uns einzeln ein nasser schwamm über dem kopf ausgedrückt und wir wurden in den Bootich geschmissen. ich galube mich zu erinnenr das wir dan ach alle eine kräftigen schluck Bier zu uns nahmen. Diese lustige und flüssige Zeremonie  war der Abschluss unserer Ausbildung und wir hattem alle möchtig Spaß.  Der  dazugehörendenen Gautschbrief hängt bei mir im Wohnzimmer ;)

Grammatur

Bei der Grammatik spricht man von der Dicke des Bedruckstoffes. Der korrekte Ausdruck dafür: Das Flächengewicht in Gramm pro Quadratmeter.
Z.B.: Visitenkarten haben idealerweise zwischen 300– 400 g/m2

Hausschrift

Während des Designprozess des Corporate Design bestimme ich eine  passende Schriftart für den Aussenauftritt. Mit einer besonderen immer wiederverwendeten Schrift (Hausschrift) steigert man den Wiedererkennungswert, was ja auch der Sinn des Corporate Designs ist.

Diese Schrift soll aus allen Kommuniationswegen verwendet werden. In meinem Fall z.B. ist es die Source Sans Pro.

Homepage

Immer wieder fälschlicherweise als Bezeichnung für die ganze Website verwendet. ABER NEIN – eine HOMPAGE ist keine WEBSITE!!!

Mal ein ganz grober versuch es einfach zu erklären:
Die Hompage ist die Zuhauseseite der Website, also die Seite die du als erstes siehst wenn du die Website aufrufst (startseite – auch home genannt).

Die ganze Seite nennt man Website!

 

Header

Bei der Grammatik spricht man von der Dicke des Bedruckstoffes. Der korrekte Ausdruck dafür: Das Flächengewicht in Gramm pro Quadratmeter.
Z.B.: Visitenkarten haben idealerweise zwischen 300– 400 g/m2

HTML

HTML = Hypertext Markup Language.

Eine Auszeichnungssprache, diese ist für Maschinen lesbar und lässt uns Texte, Daten wie Bilder zum Beispiel  formatieren oder gliedern.
Mit HTML baut man nur die Strucktur einer Website auf. Also wo gehört das menü hin und wo kommt ein Bild ud wo ein Text usw. HTML sagt dem Browser, wie der Inhalt der Website angezeigt werden soll.
HTML gilt daher auch nicht als Programmiersprache.

Zierschriften

Auch Schmuckschriften (dekorative Fonts) oder dekorative Schriften genannt. Diese Schriften können der Schriftklassifikation größtenteils nicht eindeutig zugeordnet werden. Sie sind oft eine Mischung aus Antiqua- und Serifschriften sowie auch Kaligrafischen Elementen.

Zierschriften eignen sich sehr, sehr selten bis gar nicht als Brotschirft (Grundschrift) für deine Drucksorten oder Online Texte. Da sie durch die kaligrafischen Elemente in größerer Menge schwer lesbar sind.

Meist werden sie als Auszeichnungen für Headlines (in großen Schriftgrößen), wichtige Aussagen oder Zitate verwednet.

Welcom sternenpost moni

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