3 fatale Fehler bei der Wahl deiner Brandingfarben – und wie du sie vermeidest

Brandingfarben wählen – aber richtig!
Dass Farben mehr sind als nur Geschmackssache, weißt du sicher schon – sie beeinflussen, wie deine Marke wahrgenommen wird. Doch vielen ist das weniger bewusst, und genau hier passieren oft fatale Fehler.
Fehler 1: Nur die eigene Lieblingsfarbe wählen, ohne zu überlegen, ob sie zur Zielgruppe oder Branche passt.
Fehler 2: Sich von Trends leiten lassen – das sorgt für ein unstimmiges und inkonsistentes Branding.
Fehler 3: Farben nur am Bildschirm auswählen – oft sehen sie gedruckt ganz anders aus.
Genau darum geht es in diesem Blogartikel!
Inhaltsverzeichniss
Brandingfarben sind nicht nur eine Frage des Geschmacks – sie sind Psychologie, Strategie und Wiedererkennung in einem.
Doch genau hier passieren oft die größten Fehler beim Branding. In diesem Blogartikel verrate ich dir die drei fatalsten Fehler, die du bei der Farbauswahl für dein Business unbedingt vermeiden solltest.
Und ja, ich weiß, Farben sind ein hochemotionales Thema. Ich sehe es täglich in der Sternenschmiede: Kund:innen, die auf ihre Lieblingsfarbe bestehen, Pinterest-Trends hinterherlaufen oder ihre Farben nach Lust und Laune wechseln. Das Problem?
Deine Brandingfarben wirken – bewusst und unbewusst. Sie bestimmen, wie dein Business wahrgenommen wird, bevor du überhaupt ein Wort gesagt hast.
Los gehts mit den 3 fatalen Fehlern und meinen Lösungsansätzen!
Fehler #1: Die Braningfarben nur nach dem eigenen Geschmack auswählen
„Ich liebe Türkis, also muss meine Brandfarbe Türkis sein!“
Eher nein ! Natürlich kannst du deine Lieblingsfarbe privat rauf und runter tragen, in deiner Wohnungseinrichtung voll ausleben oder dir ein Türkies Auto kaufen. Aber dein Business hat andere Bedürfnisse als du persönlich.
Deine Brandingfarben kommunizieren Emotionen – und nicht immer die, die du willst. Ein helles Pastellrosa mag für dich gemütlich und sanft sein, aber in der Finanzbranche? Kann je nach Zielgruppe passend oder Eher unpassend sein. Ein knalliges Neonorange? Super für einen Sport-Brand, aber für eine Steuerberaterin vielleicht nicht die beste Wahl.
Deine Brandingfarben sollten:
Hier ein kleines Beispiel aus meiner sternenschmiede:
Meine Kundin, die großartige Corinna Hintenberger steht für Freude, Leichtigkeit und Spaß im Business – und hatte Angst, Rosa zu nutzen. Warum? Weil „Rosa im Business nicht geht“, sagte man ihr.
Spoiler: Es geht doch!
Weil sie es lebt. Weil Spass & Freude einer ihrer stärksten Werte ist. Ihre Zielgruppe fast nur weiblich. Weil sie ihre Marke ist.
Ich dagegen, hätte Rosa als Brandingfarbe gewählt? Niemals! Das würde mir niemand glauben. Meine Werte sind Klarheit, Sicherheit und Struktur – dafür passt meine Grau und mein Schwarz (Sternenhimmel, Nacht) perfekt.
Was du daraus mitnehmen kannst:
Wenn du ein Einhorn bist, das seine Farbe wirklich verkörpert – go for it!
Aber wenn du sie nur nimmst, weil du sie persönlich so sehr magst? Lass es lieber bleiben.
CMYK – Farben
dumpfer, satter speziell beim
Violett siehst du wie groß der Unterschied sein kann.
RGB – Farben
strahlender, greller, frischer –
pink und helles rotpink wirken weniger schmutzig
Fehler #2: Sich von Trends und Stimmungen leiten lassen
Heute Apricot, morgen Salbeigrün, übermorgen Ozeanblau – Herzlichen Glückwunsch, dich und dein Business kann man nicht ernst nehmen.
Viele wählen ihre Brandingfarben nach Pinterest-Moodboards, Canva-Designs oder Instagram-Trends.
Das Problem dahinter? Trends vergehen – dein Business und du wollen doch bleiben und wachsen.
Warum diese Untentschloßenheit gefährlich ist:
Farben sind dein wichtigstes Wiedererkennungsmerkmal. Ständiger Wechsel verwirrt deine Zielgruppe.
Es signalisiert Inkonsequenz und Unsicherheit – nicht ideal, wenn du als Expert:in wahrgenommen werden willst.
Besonders in Branchen mit hohem Sicherheitsbedürfnis kann ein instabiles Branding dein Business in Frage stellen.
Story aus unserem Erfahrungschatz:
Eine Kundin entschied sich für angesagte Apricot-Töne. Drei Monate später – neuer Trend, neue Farbe. Das Problem? Ihre Community war verwirrt – und sie hat Vertrauen eingebüßt .
Mein Tipp:
Wähle Farben strategisch, nicht nach Laune:
Branding ist Kontinuität – also triff Farbentscheidungen mit Herz, Hirn und kalkül!
Fehler #3: Farben nur am Bildschirm auswählen
Strahlendes Pink oder zartes Pastellblau – auf dem Laptop oder deinem Handy sieht alles klasse aus.
Und dann kommt die Visitenkarte aus dem Druck – Schock! Das strahlende Pink ist plötzlich ein dunkles, dreckiges Rosa, das Pastellblau kaum sichtbar. Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du in die Bildschirmfalle getappt.
Warum ist der Unterschied der Brandingfarben zwischen Online und Offline so groß?
Zwei verschiedene Universen – oder besser gesagt, Farbräume. Bildschirme arbeiten mit RGB-Farben, Drucker mit CMYK-Farben – und diese Farbwelten sind nicht identisch! Viele Bildschirmfarben lassen sich nicht 1:1 drucken.
Dazu findest du in meinem anderen Blogartikel genauere Infos. Hier lang – wenn du es genau wissen willst ;)
Was passiert, wenn du Farben nur am Bildschirm auswählst?
Erfahrungstipp:
Wenn dein Branding auch offline (Print) wirken soll, arbeite mit CMYK oder den Pantone Sonderfarben – nicht nur RGB oder Hex-Codes.
Wir Kreative können dich hier sehr gut unterstützen beide Farbwelten optimal aufeinander abzustimmen.
PS: Selbst wenn du glaubst „nur digital“ unterwegs zu sein – früher oder später brauchst du Printprodukte. Sei es für Messen, Events oder ander Werbematerialien. Du willst nicht erst jetzt merken, dass deine Brandingfarben im Print (Druck) nicht funktionieren.
Fazit – Brandingfarben sind kein Zufalls-Geschmacksergebnis
Egal, ob du dein Branding gerade erst aufbaust oder überarbeitest – deine Brandingfarben sind mehr als nur eine nette Deko!
Sie beeinflussen, wie dein Business wahrgenommen wird, und müssen ganz bewusst gewählt werden.
Du musst das nicht alleine machen – Lass dich beraten. Beschäftige dich intensiv mit Farbpsychologie, Zielgruppen-Wirkung und Wiedererkennbarkeit. Konzentriere dich auf deine Zielgruppe – denn bekanntlich muss der Köder ja dem Fisch schmecken und nicht dem Fischer ;)
Dieses Thema gibt es auch als Podcastfolge
Mehr zum Thema, Website, Branding, SEO, Bloggen und Mindset findest du auch in meinem Podcast.
Spannende Interviews mit Selbstständigen und interessanten Einzelfolgen.
Ich bin Monika, der kreative Kopf von sternloscreative. In der sternenschmiede dreht sich alles um Neugründer:innen und Einzelunternehmer:innen.
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