WordPress oder KI-Website?
Was zu deinem Business passt.

WordPress oder KI-Website?
Was zu deinem Business passt.

Für die meisten Gründerinnen und kleinen Unternehmen ist ein schlank gebautes und gut gepflegtes WordPress die bessere Basis.

Du kannst Inhalte selbst ergänzen, und die Website wächst mit deinem Business mit. Eine KI-gestützte statische Website passt gut für kleine Projekte, die sich selten ändern, etwa einen Onepager, der für 1–2 Jahre reichen soll, Eventseiten oder kurzfristige Launches.

Wichtig dabei: KI-generierter Code gehört geprüft, bevor er live geht.

Welches System passt zu deinem Business heute und in zwei Jahren

Durchs ganze Internet und auf so mancher Netzwerkveranstaltung tönt es gerade: „Bau dir deine Website selbst mit Claude & Co. Geht ganz einfach, spart Zeit und den Webdesigner, der eh viel zu viel Geld verlangt. Du bist deine eigene Chefin!“ Quasi ;)

Dass das nicht ganz so stimmt, versuche ich immer wieder zu erklären. Denn die Menschen, die das so hinausposaunen, teilen sich ziemlich genau in drei Lager.

Marketingmenschen

Seit 10, 20 Jahren im Marketing zu Hause, haben lange WordPress-Websites betreut und Marketingstrategien entwickelt.

Viele strategische und websitetechnische Schritte sind ihnen längst in Fleisch und Blut übergegangen. Klar, dass es für sie einfach aussieht. Was für sie selbstverständlich ist, fehlt dir als Gründerin einfach noch. Und das ist völlig in Ordnung.

Programmierer:innen und ITler:innen

Na ja, dass gerade die dir erklären, wie einfach das ist, ist logisch, oder? Sie erleben einen enormen Geschwindigkeitsschub in ihrer Arbeit.

Mein Aber-Denkansatz:
Sie können überprüfen, wenn die KI Schwachsinn baut oder die falsche Ausfahrt nimmt. Du auch?

Schnell-Geld-Fraktion

Menschen, die jetzt die große Chance sehen, leicht Geld zu verdienen. Wenig Inhalt, viel Marketing-Geschrei und leider oft sehr wenig dahinter.

Frag im Zweifel nach Referenzen und danach, wer die Website wartet, wenn es zu Problemen kommt oder du im schlimmsten Fall, deine ganze mühsam aufgebaute Sichtbarkeit einbüßt.

Die KI baut dir in zehn Minuten etwas, das nach Website aussieht. Ob WordPress oder KI-Website: Welche Lösung in zwei Jahren noch für dein Business arbeitet, entscheidet sich nicht in zehn Minuten ;)

Du überlegst, ob du deine Website mit WordPress, einem KI-Baukasten oder selbst mit Claude Code erstellen sollst? Dann schauen wir nicht nur auf die Technik, sondern auf das, was deine Website langfristig für dein Business können muss.

Erst klären: Was heißt eigentlich „KI-Website“?

Hier werfen wir oft Dinge in einen Topf, die wenig miteinander zu tun haben. Grob gibt es drei Varianten:

KI-Baukästen mit eigenem Hosting

Etwa Website-Builder wie Wix, Hostinger oder Framer mit KI-Funktionen. Deine Website lebt auf der Plattform des Anbieters. Ein Export des Codes ist oft nicht oder nur eingeschränkt möglich.

KI-App-Generatoren

wie Lovable, Bolt oder v0.
Sie erzeugen echten Code, den du in der Regel exportieren kannst. Für Pflege und Änderungen brauchst du aber Entwicklungs-Know-how oder jemanden, der es hat.

Eine statische Website mit KI-Unterstützung

von dir selbst gebaut, zum Beispiel mit Claude Code.
HTML, CSS, ein wenig JavaScript, gehostet bei deinem Provider, etwa All-Inkl oder Domaintechnik. Geprüft wird sie nur von dir.
Und da wären wir wieder bei der Frage aus Lager 2 .

Warum diese Unterscheidung so wichtig ist?

Hosting, Datenverarbeitung, Code-Export, Abhängigkeit vom Anbieter und die Frage, ob du selbst etwas ändern kannst, fallen bei allen drei völlig unterschiedlich aus. Wer „KI-Website“ sagt, sollte also dazusagen, welche gemeint ist. Und die Bedingungen je Anbieter vorab prüfen, denn die ändern sich laufend.

Wenn du …

Dann könnte sinnvoll sein …

… selten Inhalte änderst und nur wenige (z.B.: 1-3 Seiten) brauchst

… eine schlanke statische Website

… regelmäßig Inhalte, Blog, Podcast oder Cases veröffentlichst

… WordPress, weil die Redaktion
deutlich bequemer ist

… einen Shop, Buchungen oder Mehrsprachigkeit planst

… WordPress oder eine gezielt gewählte Spezialplattform

… unabhängig von Plattformen bleiben willst

… selbst gehostetes WordPress oder eine Static Site bei deinem eigenen Provider

… dich möglichst wenig um Technik kümmern möchtest

… eine professionell gebaute Website mit klarer Wartung und Betreuung

KI kann Websites bauen. Kennt sie auch deine Marke?

KI liefert schnell: Seitenstruktur, Textvorschläge, Farbwelten, oft sogar lauffähigen Code. Für einen ersten Entwurf, eine Kampagnenseite oder einen Testlauf ist das praktisch. Ich nutze das teilweise auch selbst.

Der Stolperstern liegt woanders.

Eine KI erkennt Muster und kennt tausende typische Websites. Deine Geschichte, deine Haltung und das, was dein Angebot von dem deiner Mitbewerberin unterscheidet, kennt sie nicht.

Heraus kommen dann Seiten, die professionell aussehen und trotzdem sehr austauschbar wirken. Hero-Bild, drei Leistungskarten, Kontaktformular, fertig. Das Ergebnis sieht aus wie bei zwanzig anderen Selbstständigen.

Ihre volle Wirkung hat eine Website erst, wenn sie deine Positionierung, deine Designsprache, deine Worte und die Bedürfnisse deiner Kundinnen übersetzt. Dann zieht sie auch die richtigen Menschen an.

Das passiert nicht mit wenigen Prompts. Dafür brauchst du eine Branding-Grundlage und eine klare strategische Ausgangslage.

WordPress: stark, wenn es schlank gebaut und gepflegt wird

WordPress spielt seine Stärken aus, wenn deine Website mit deinem Business wachsen soll. Neue Angebote, Blogartikel, Podcast-Folgen, Referenzen, Veranstaltungen: Das alles kannst du in einem gut eingerichteten System selbst ergänzen, ohne Code anzufassen.

Die vielen schlechten Stimmen über WordPress im Internet haben meist einen Grund: Die Seite wurde schlecht und viel zu aufgebläht gebaut. Oft fehlte beim Aufbau schlicht das nötige Know-how. Selten liegt es rein am System.

Was du mit WordPress bekommst:

  • Du bearbeitest Inhalte selbst und baust sie laufend aus
  • Blog, Podcast, Referenzen und neue Angebotsseiten kommen dazu, wann du sie brauchst

  • Bei selbst gehostetem WordPress entscheidest du über Hosting, Daten und Technik

  • Newsletter, Terminbuchung, Mehrsprachigkeit oder ein Shop lassen sich bei Bedarf ergänzen

  • Ein durchdachtes Designsystem hält die Website auch nach vielen Änderungen konsistent

Deine WordPress – Website ist nichts zum Installieren und Vergessen.

WordPress selbst, Themes und Plugins müssen aktuell gehalten werden. Updates schließen unter anderem Sicherheitslücken. Vor Updates ist ein Backup sinnvoll, weil Aktualisierungen im Einzelfall Fehler oder Inkompatibilitäten verursachen können.

WordPress empfiehlt in seiner offiziellen Dokumentation genau das: regelmäßige Backups, die aktuelle Version, Plugins und Themes nur aus vertrauenswürdigen Quellen, nicht benötigte Plugins löschen und alle Erweiterungen aktuell halten.

Für mich ist das kein Argument gegen WordPress. Es spricht für einen schlanken Aufbau mit wenigen, gut gewählten Plugins und für eine klare Regelung, wer sich um die Wartung kümmert.

Statische KI-Website: schlank, schnell und nicht immer selbst pflegbar

Statische KI-Website: schlank, schnell und nicht immer selbst pflegbar

Eine statische Website besteht aus HTML, CSS und etwas JavaScript und kommt ohne klassisches WordPress-Backend aus. Für eine Portfolioseite, einen zeitlich begrenzten Onepager, eine Eventseite oder einen Launch kann das ideal sein.

Was dafür spricht:

  • Sie kann relativ schnell umgesetzt sein, je nach Komplexität

  • Sie kann weniger CMS-spezifische Wartung brauchen, weil kein CMS-Kern und keine zusätzlichen Plugins aktualisiert werden müssen

  • Eine rein statische Website kann weniger typische Angriffsflächen haben, vor allem wenn sie ohne öffentliches Login, Datenbank und unnötige Drittanbieter-Skripte auskommt

  • Mit sauber aufgesetztem Code ist sie gestalterisch sehr frei.
    Je nachdem, wer für das Design zuständig ist

Die klassischen Hürden könnten sein:

  • Inhalte selbst ändern geht oft nur mit einem zusätzlichen Redaktionssystem oder mit jemandem, der den Code versteht. Aus „nur ein Satz“ wird schnell ein Abend mit Claude, Code und der Frage, warum jetzt das Menü verrutscht ist ;)

  • Blog, Shop, Buchung, Mehrsprachigkeit oder Mitgliederbereich machen die Sache rasch komplex und bei weitem nicht mehr so einfach

  • KI-generierter Code braucht Prüfung, Tests und jemanden, der ihn langfristig wartbar hält

  • Bei geschlossenen KI-Baukästen kann Abhängigkeit entstehen, etwa durch eingeschränkten Code-Export, proprietäre Funktionen oder Plattform-Abos. Das prüfst du am besten vorab je Anbieter

  • Hosting und Datenverarbeitung sind nicht automatisch transparent oder in der EU geregelt

Weniger Wartung heißt übrigens nicht keine Wartung. Hosting, Domain, Formulare, externe Skripte und Sicherheitsupdates wollen auch bei einer statischen Seite betreut werden.

SEO und GEO: Das System deiner Website rankt nicht

Viele hoffen, dass eine mit KI gebaute Website automatisch besser gefunden wird. Das stimmt leider nicht.

Google bewertet Inhalte nach ihrer Qualität und nicht danach, wie sie entstanden sind. KI-gestützte Inhalte sind laut Google in Ordnung, solange sie hilfreich sind und für Menschen geschrieben wurden. Wer dagegen mit KI massenhaft Seiten produziert, um Rankings zu manipulieren, verstößt gegen Googles Spam-Richtlinien.

Mit GEO meine ich hier die Sichtbarkeit in KI-gestützten Such- und Antwortsystemen, etwa in Google-KI-Übersichten oder Chatbots mit Websuche. Es gibt dafür keinen geheimen Code und keine Garantie auf Erwähnungen. Die Grundlage bleibt eine klare, hilfreiche und technisch gut zugängliche Website.

Dazu gehört, dass deine Website erklärt:

Wer du bist

Für wen du
was löst

Warum kann man dir
vertrauen

Was du anbietest

Wie kann ich mit dir zusammenarbeiten

Aus meiner Sicht werden außerdem die Stimmen von außen immer wichtiger.

  • Was sagen andere über dich?

  • Wo hast du schon etwas veröffentlicht? Tageszeitungen, Online-Portale, Bloggastbeiträge auf anderen Websiten et.

  • Und wie oft lässt sich dein Expertinnenstatus extern bestätigen, etwa durch Bewertungen, Interviews oder Podcast-Auftritte?

Verlässliche Garantien für Erwähnungen in KI-Antworten gibt es allerdings nicht, egal was dir ein Tool verspricht.

WordPress hat hier vor allem einen redaktionellen Vorteil. Wenn du regelmäßig Fachbeiträge, Cases oder FAQ veröffentlichen willst, geht das damit sehr bequem. Einen automatischen SEO-Vorteil liefert aber auch das CMS allein nicht.

Eine statische Seite kann technisch genauso gut für SEO aufgestellt sein. Bleibt sie aber jahrelang unverändert und dünn, wächst sie schwer zur Wissensquelle und baut langfristig nicht genug Vertrauen auf.

Performance: Gewusst wie – dann ist auch WordPress schnell

Die Technik allein entscheidet nicht unbedingt. Die echte Ladezeit hängt viel stärker an anderen Dingen:

  • Bildgrößen und Bildformate
  • Schriften, vor allem wenn es viele Schnitte oder externe Quellen sind

  • Tracking- und Marketing-Skripte

  • Caching

  • Page Builder mit viel überflüssigem Code, der nie aufgeräumt wird

  • Und etwas, das immer unterschätzt wird:
    die Qualität des Hostings.
    Oft wird eine Website riesengroß und läuft dann auf schlechten Shared-Servern zu Dumpingpreisen.

Eine WordPress-Seite mit sauber komprimierten Bildern und gutem Hosting schlägt locker eine KI-Seite mit fünf eingebundenen Drittanbieter-Skripten. Und umgekehrt.

Und bevor du jetzt stundenlang an Ladezeiten feilst: Performance wird fürs Ranking gern überschätzt. Nur weil eine Seite schnell ist, rankt sie noch lange nicht besser.

Google sagt selbst, dass gute Werte bei den Core Web Vitals keine Top-Platzierung garantieren. Die relevanteste Seite wird angezeigt, auch wenn sie nicht die schnellste ist. Eine schnelle Seite hilft vor allem dann, wenn mehrere Seiten inhaltlich ähnlich gut sind.

Gute Inhalte schlagen perfekte Ladezeitwerte. Trotzdem darf eine langsame oder nervige Website deine Inhalte nicht ausbremsen.

Barrierefreiheit: Hier patzt KI gern ein bissi

Weißt du, was für Barrierefreiheit überhaupt nötig ist?

Keine Sorge, hier bist du nicht allein. Die meisten wissen es nicht.

Bei KI-generiertem Code schau hier besonders genau hin. KI erzeugt das nicht zuverlässig korrekt, auch wenn es auf den ersten Blick gut aussieht.

Prüfen solltest du unter anderem:

  • Saubere Semantik, also echte Überschriften, Listen und Buttons statt gestylter Boxen inklusive verständlicher Beschriftung, etwa bei Buttons, die nur aus einem Icon bestehen

  • Ob sich alles per Tastatur bedienen lässt

  • Einen sichtbaren Fokus, damit man sieht, wo man gerade ist

  • Beschriftete Formularfelder und verständliche Fehlermeldungen

  • Aussagekräftige Alternativtexte für Bilder – die sind übrigens nicht nur für die Barrierefreiheit wichtig, sondern auch für SEO

  • Ausreichende Farbkontraste, also die richtigen Hex-Codes. Für normalen Text verlangt der Standard WCAG 2.1 (Stufe AA) ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1, für großen Text 3:1. Hier kannst du deine Hex-Codes checken.

In Österreich gilt seit 28. Juni 2025 das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG), die Umsetzung des European Accessibility Act. Betroffen sind vor allem Websites, über die Verbraucher:innen online Verträge abschließen oder Leistungen verbindlich buchen können – zum Beispiel Webshops, Hotelbuchungen oder Online-Terminbuchungen.

Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind grundsätzlich ausgenommen, wenn sie weniger als 10 Beschäftigte haben und entweder höchstens 2 Mio. Euro Jahresumsatz oder höchstens 2 Mio. Euro Bilanzsumme erreichen.

Ob dein Angebot darunter fällt, klärst du bitte im Einzelfall, zum Beispiel über die Wirtschaftskammer .

Unabhängig vom Gesetz gilt für mich: Eine barrierearme Website erreicht mehr Menschen.

Wir versuchen die Checkliste oben bei einer neuen Website von Anfang an mitzudenken.

Bei WordPress gibt es zusätzlich einige Unterstützung, etwa Themes mit dem Kennzeichen „accessibility-ready“ oder Plugins, die Barrieren aufspüren. Ohne Wissen wird es trotzdem schwierig.

DSGVO: Nicht das System entscheidet, sondern wie du es nutzt und was du tust

Eine statische Website ist nicht automatisch DSGVO OK. WordPress ist nicht automatisch problematisch.

Entscheidend ist, welche Daten erhoben und verarbeitet werden und welche Dienste eingebunden sind: Hosting, Kontaktformulare, Newsletter, Statistik, Videos, Karten, Schriften, Captchas, KI- und Chat-Tools und Tracking.

Wo stehen die Server dieser Tools? Wie transparent informierst du darüber, was auf deiner Website passiert?

Holst du zum richtigen Zeitpunkt die notwendigen Einwilligungen ein, und werden diese auch protokolliert?

Verarbeitet ein Dienstleister, zum Beispiel für Hosting, Kontaktformulare oder Newsletter, personenbezogene Daten in deinem Auftrag, brauchst du in vielen Fällen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.

Die Verantwortung für eine saubere Umsetzung bleibt trotzdem bei dir als Websitebetreiberin. Und zwar egal, ob du die Seite selbst baust oder ich sie für dich baue.

Bei WordPress entscheidest du selbst, welche Plugins und Dienste du nutzt. Schriften lokal einbinden, datensparsame Formulare, wenig Tracking – und wenn, dann richtig eingebaut und sauber informiert – sowie ein Hosting in der EU sind sehr leicht machbar.

Bei KI-Website-Buildern lohnt sich ein genauer Blick:

  • Wo wird die Website gehostet (in welchem Land)?
  • Welche Subdienstleister sind beteiligt?

  • Kannst du deine Daten exportieren?

  • Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

  • Laufen Formulare oder Analyse über Drittanbieter?

Ein Cookie-Banner allein macht übrigens keine Website datenschutzkonform. Er hilft nix, wenn Drittanbieter schon laden, bevor deine Besucherin überhaupt entschieden hat, welchen Button sie drückt.

Datenschutz beginnt bei der Frage, welche Tools du brauchst und welche Daten du gar nicht erst sammeln musst. Ich achte immer darauf, Websites datensparsam aufzusetzen, je nachdem, was meine Kundinnen wirklich benötigen. Und ich kümmere mich darum, datenschutzfreundliche Lösungen zu finden.

Rechts-Hinweis

Ich bin TÜV-zertifizierte Datenschutzbeauftragte, keine Juristin oder Rechtsanwältin. Dieser Blogartikel ersetzt keine Rechtsberatung und ist rechtlich nicht verbindlich.

Sicherheit: Weniger Angriffsfläche heißt nicht automatisch „sicher“

Bei WordPress entstehen die meisten Risiken durch veraltete Plugins und Themes, zu viele Erweiterungen, schwache oder geteilte Passwörter, fehlende Updates und Backups. Das sage ich bei jeder Einschulung dazu und betone, wie notwendig diese Maßnahmen sind.

Leider ist das „Wird schon nix sein“-Denken sehr verbreitet. Im Alltag werden die Maßnahmen dann der Zeitnot geopfert. Dabei reduziert sich der Aufwand deutlich, wenn regelmäßig gewartet wird. Updates, sichere Zugänge, Backups, Spam-Schutz und ein guter Hosting-Partner gehören zum professionellen Betrieb. Meine Kundinnen können dafür auf meinen Wartungsvertrag „Help and Rescue“ zurückgreifen. Was sie auch gerne tun ;)

Eine rein statische Seite hat oft weniger Angriffsfläche, weil Login, Datenbank und Plugins wegfallen. Das ist ein echter Vorteil. Interessant wird es aber, sobald Formulare, API-Schlüssel oder Drittanbieter-Skripte dazukommen.

Die bleiben sicherheitsrelevant, genauso wie Deployment, Zugangsdaten und das Hosting. KI-generierter Code sollte deshalb nie ungeprüft live gehen.

Die Frage sollte also lauten:

Welche Lösung kann professionell, nachvollziehbar und dauerhaft gepflegt werden?
Und vor allem: von wem?

Kosten: Sie verlagern sich, sind aber immer noch da

Hochgepriesen wird gern, dass du dir mit einer Website aus Claude Code & Co. die „teuren Kosten für die Webdesignerin“ sparst. „Eine statische Website ist günstiger“ höre ich oft. Wie immer ist das aber nicht ganz so einfach.

Rechne ehrlich deinen Stundensatz dagegen: für die Recherche zu allen Themen, die eine seriöse, business- und kundenrelevante Website braucht. Für die Kommunikation mit dem jeweiligen Chatti. Und für dessen monatliche Kosten – das Pro-Abo allein reicht ja oft nicht ;). Dann relativiert sich dieses Argument ganz schnell.

Ein KI-Tool kann dich schneller machen. Es ersetzt aber nicht die Erfahrung, die nötig ist, um aus einer hübschen Seite eine tragfähige, sichere und langfristig nützliche Website zu machen.

Außerdem kann weniger wiederkehrende CMS-Wartung bedeuten, dass jede einzelne Änderung vielleicht mehr kostet, weil jemand in den Code muss, wenn etwas nicht stimmt. Dazu können eine monatliche Plattformlizenz oder Kosten fürs Deployment kommen.

Ein Kostenpunkt, der oft nicht mitbedacht wird: der Datenschutz beim KI-Tool selbst.

Sobald personenbezogene Daten deiner Kundinnen im Chat oder im Code landen, zum Beispiel Formularanfragen, Newsletter-Listen oder Datenbank-Exporte, brauchst du in vielen Fällen einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem KI-Anbieter. Bei Anthropic ist der Auftragsverarbeitungsvertrag laut aktuellem Stand Bestandteil der kommerziellen Vertragsbedingungen, etwa für Claude Team, Enterprise und die API. Die konkreten Bedingungen, Pläne und Datenverarbeitungsregeln können sich ändern – prüfe sie deshalb vor dem Einsatz mit personenbezogenen Daten immer direkt beim Anbieter. Und auch mit Vertrag gilt: Zugangsdaten, Passwörter und ungefilterte Kundendaten haben im Chat nichts verloren.

Bei WordPress zahlst du die Erstellung und, wenn du es nicht selbst machen möchtest, regelmäßig für die Wartung. Jährliche Hostingkosten hast du bei beiden Systemen. Bei KI-Plattformen sind sie meistens schon im monatlichen oder jährlichen Preis inkludiert.

Für mich sind Websitekosten Businesskosten, und die dürfen auch etwas kosten. Wir wollen ja alle Umsatz machen ;)

Rechne deshalb mit deinem echten Alltag:

  • Wie flexibel möchtest du bei deinen Änderungen sein?
  • Wer soll sie machen?
  • Und was würde es dich kosten, wenn du dir selbst deinen Stundensatz dafür verrechnen würdest?

Selbst pflegen: Was willst du später wirklich selbst ändern?

Für viele Selbstständige ist das der Knackpunkt.

Vorweg: Ich bin eine absolute Verfechterin von Contenthoheit. **Alles gehört meinen Kundinnen.** Sie besitzen die Admin-Zugänge, ihr Hosting und alles, was dazugehört. Deshalb dachte ich am Anfang meiner Selbstständigkeit, jede möchte auch alles selbst machen.

In den letzten 10 Jahren hat sich aber gezeigt, dass es hier ganz verschiedene Zugänge gibt. Manche meiner Kundinnen wollen alles allein machen und holen mich dann, wenn sie anstehen oder eine Vorgehensweise aus meinem Einschulungsvideo nicht verstehen.

Andere machen 2–4 Jahre alles selbst und sagen dann:
„Bitte mach du das. Ich hab so viel im Business zu tun, ich will meine Website in guten Händen wissen.“

Und wieder andere sagen: „Ich mach das sicher ned selbst. Ich schick dir’s durch, und du machst.“

Aus der Praxis: Wenn das Business wächst, darf die Website mitziehen

Mit einer Kundin habe ich vor rund drei Jahren ihr Branding und ihre Website im 2-Stern-Paket umgesetzt. Sie ist sehr kreativ, technisch begabt und eine klare Macherin. Deshalb hat sie ihre Website anfangs selbst gepflegt – genau so, wie wir es beim Aufbau vorgesehen hatten.

Inzwischen ist ihr Business gewachsen. Ihre Website brauchte nicht bloß ein paar neue Sätze, sondern eine große Veränderung: Inhalte textlich komplett neu gedacht, die Seiten optisch neu strukturiert und ihr Angebot klarer dargestellt.

Und sie hat für sich entschieden: Das möchte ich nicht mehr selbst machen. Nicht, weil sie es nicht könnte. Sondern weil ihre Zeit und Energie inzwischen an anderer Stelle im Business wichtiger sind. Auch die laufende Wartung wollte sie abgeben.

Sie hat sich deshalb für meinen Wartungsvertrag „Help and Rescue“ entschieden.

Den Umbau musste sie nicht extra bezahlen: Die dafür nötigen Änderungen waren durch die inkludierten Änderungsstunden abgedeckt. Ihre Gedanken und Änderungswünsche hat sie mir mithilfe von KI strukturiert übermittelt. Ich habe sie in ihr bestehendes Branding übersetzt, die Inhalte sauber eingebaut und die Website innerhalb eines Tages fertig umgebaut.

Genau so kann KI sinnvoll unterstützen: Sie hilft dabei, Gedanken zu sortieren und Änderungen vorzubereiten. Die strategische Einordnung, die saubere Umsetzung, das Gespür für die Marke und die technische Verantwortung bleiben trotzdem menschlich.

Meinen Wartungsvertrag „Help and Rescue“ gibt es übrigens nur, weil meine Kundinnen und Kunden ihn gebraucht und eingefordert haben. Er hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und ist heute ein tolles Tool, das fast alle meine Kundinnen nutzen. Drin sind Textänderungen, Anpassungen an der Struktur, Planungs- und Wachstumsgespräche, Blogpflege, Updates, die Aktualisierung der Datenschutzerklärung und einiges mehr. Also ein echter Rundumservice, wenn man ihn nutzt. Denn ihre Website und ihr Business entwickeln sich ja weiter, und sie haben mich für die Umsetzung immer an der Hand. Sauber, aktuell und nutzenstiftend, zu einem wirklich fairen Preis. Eine Win-win-Situation für alle. Miteinander, einfach.

„Help and Rescue“ gibt es exklusiv für Kundinnen, deren Website ich gebaut habe. Fremd gebaute Websites warte ich nicht.

Du siehst, hier gibt’s kein Richtig oder Falsch. Es ist eine ganz persönliche und individuelle Entscheidung.

Wenn du regelmäßig an deiner Website arbeitest, willst du aber nicht für jede Textänderung, jede neue Referenz oder jeden neuen Preis jemanden beauftragen. Dann ist ein gut eingerichtetes WordPress meist die praktischere Wahl.

„Selbst pflegbar“ heißt dabei nicht, dass du alles selbst machen musst. Eine gute Website trennt klar:

  • Inhalte, die du selbst bearbeitest
  • Design- und Strukturentscheidungen, die geschützt bleiben
  • Technische Updates und Sicherheit, die regelmäßig professionell betreut werden
  • Größere Weiterentwicklungen, die du bewusst planst, statt spontan im Editor zu basteln

Auch eine statische Website kann selbst pflegbar sein, wenn ein verständlicher Editor mitgeplant ist. Reines HTML ist für die meisten Unternehmerinnen keine gute Idee, wenn sie später selbstständig und unabhängig arbeiten wollen.

Fazit – Wie ich KI in meiner Sternenschmiede einsetze

Stellaria, so heißt mein Chatti, beschleunigt bei mir Recherche, Strukturentwürfe, erste Textideen und Teile des Codes. Sie hilft bei Moodboard-Texten und hat meinen Content-Alltag mit Podcast, Social Media, Newsletter und Blog komplett verändert. Das spart mir Zeit, die ich wiederum in Kundengespräche und in meine eigene kreative Designwelt investieren kann.

Positionierung, Designsystem, Datenschutz, Barrierefreiheit und eine Nutzerführung, die zu deinen Kundinnen passt, entstehen bei mir im Gespräch mit dir.

Am Ende prüft ein Mensch, was live geht.

Welche Technik die richtige ist, entscheide ich erst, wenn ich dein Business kenne. Eines steht für mich aber fest:
Technisch statisch darf eine Website sein. Stillstehen sollte sie nie.

Auch eine schlanke Seite muss mit deinem Business mitwachsen dürfen.

Deshalb arbeite ich gerade an einem eigenen Angebot mit schlanker KI-Technologie. Für die Fälle, in denen das wirklich passt, und mit der nötigen Infrastruktur und einer fairen Kostenstruktur dahinter.

Lass uns über dein Business reden, bevor wir über Tools reden

Du überlegst, ob WordPress, eine statische Seite oder ein anderes System zu dir passt?

In einem Website-Strategiegespräch schauen wir zuerst auf deine Ziele, dein Angebot und darauf, was deine Website künftig für dich leisten soll. Die passende Technik ergibt sich daraus fast von selbst.

Sei ein Fixstern – keine Sternschnuppe.

Monika Stern - sternloscreative

Hi, ich bin Monika.

Kreativer Kopf von sternloscreative, Branding-Expertin, Webdesignerin und TÜV-zertifizierte Datenschutzbeauftragte.

Ich helfe Neugründerinnen und Einzelunternehmerinnen dabei, sichtbar zu werden – ohne Design-Chaos, ohne Technik-Nervenzusammenbruch und ohne Datenschutz-Panik.

Denn dein Branding und deine Website sind für mich kein hübsches Online-Kärtchen.
Sie sind dein Marketing-Fixstern.

Seit über 10 Jahren verbinde ich Strategie, Gestaltung und technisches Know-how (Sternenpakete), damit deine Marke nicht nur gut aussieht, sondern auch langfristig funktioniert und die richtige Zielgruppe anzieht.

Häufige Fragen und meine Antworten

Für die meisten Gründerinnen und kleinen Unternehmen ist ein schlank gebautes und gut gepflegtes WordPress die bessere Basis, weil du Inhalte selbst ergänzen kannst und die Website mit dem Business mitwächst.

Eine KI-gestützte statische Website passt für kleine Projekte, die sich selten ändern, etwa einen Onepager, eine Eventseite oder einen Launch. Entscheidend ist, wer die Website pflegt und wer prüft, was live geht.

Nein. Google bewertet, ob Inhalte hilfreich und für Menschen geschrieben sind, und nicht, ob KI beteiligt war. Problematisch wird es, wenn massenhaft Seiten produziert werden, um Rankings zu manipulieren.

Technisch ja. Du brauchst aber das Wissen, um den Code, die Barrierefreiheit und den Datenschutz selbst zu prüfen.

KI erzeugt vieles davon nicht zuverlässig korrekt, auch wenn das Ergebnis gut aussieht. Rechne außerdem deine eigene Zeit mit deinem Stundensatz ehrlich mit.

ie Kosten verlagern sich, sie verschwinden nicht. Bei einer selbst gebauten KI-Website zahlst du mit deiner Zeit, mit KI-Abos und oft mit teureren Einzeländerungen.

Bei WordPress zahlst du die Erstellung und, wenn du es nicht selbst machst, die laufende Wartung. Hosting kostet bei beiden Varianten.

Sobald personenbezogene Daten, etwa Formularanfragen oder Newsletter-Listen, im KI-Tool landen, brauchst du in vielen Fällen eine passende Regelung zur Auftragsverarbeitung. Prüfe vorab direkt beim jeweiligen Anbieter, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag verfügbar ist und welche Vertragsbedingungen für deinen Tarif gelten.

Zugangsdaten, Passwörter und ungefilterte Kundendaten gehören grundsätzlich nicht in den Chat.

WordPress ist so sicher wie seine Pflege. Die meisten Risiken entstehen durch veraltete Plugins und Themes, schwache Passwörter und fehlende Backups.

Mit wenigen, vertrauenswürdigen Plugins, regelmäßigen Updates und Backups ist WordPress gut abzusichern.

Das hängt von der Variante ab. In KI-Baukästen bearbeitest du Inhalte meist über den Editor des Anbieters. Bei exportiertem Code oder einer reinen HTML-Seite brauchst du Code-Kenntnisse oder einen zusätzlichen Editor.

Nicht immer. Bei geschlossenen KI-Baukästen liegt die Website auf der Plattform des Anbieters, und ein Export des Codes ist oft eingeschränkt. Bei selbst gehostetem WordPress oder einer statischen Seite bei deinem eigenen Provider besitzt du Hosting, Admin-Zugänge und Inhalte selbst.

Nein. Laut Google garantieren gute Werte bei den Core Web Vitals keine Top-Platzierung, und die relevanteste Seite wird angezeigt, auch wenn sie nicht die schnellste ist. Schnelligkeit hilft vor allem, wenn mehrere Seiten inhaltlich ähnlich gut sind.

Garantieren kann das niemand.
Gute Grundlagen (wie auch schon SEO Basis) sind klare, hilfreiche Inhalte, die erklären, wer du bist, was du anbietest und für wen. Dazu kommen Stimmen von außen, etwa Bewertungen, Gastbeiträge, Interviews oder Podcast-Auftritte, die deine Expertise bestätigen.

In Österreich gilt seit 28. Juni 2025 das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG). Betroffen sind vor allem Websites, über die Verbraucher:innen online Verträge abschließen oder Leistungen verbindlich buchen können, etwa Webshops oder Online-Terminbuchungen. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind grundsätzlich ausgenommen.

Ob das für dich gilt, lass bitte im Einzelfall prüfen. Empfehlenswert ist Barrierefreiheit in jedem Fall.

ein. Entscheidend sind die eingebundenen Dienste wie Hosting, Formulare, Schriften, Statistik oder Videos und ob dafür die nötigen Verträge und Informationen vorhanden sind.

Dieser Artikel ist eine fachliche Einschätzung aus der Praxis und keine Rechtsberatung. Ich bin TÜV-zertifizierte Datenschutzbeauftragte, keine Juristin oder Rechtsanwältin. Zuletzt aktualisiert: September 2026.

Quellen meiner Recherche:

WordPress: (https://learn.wordpress.org/lesson-plan/managing-updates/)
– WordPress:  (Advanced Administration Handbook)(https://developer.wordpress.org/advanced-administration/security/hardening/)
– Google Search Central: [Guidance about AI-generated content](https://developers.google.com/search/blog/2023/02/google-search-and-ai-content)
– Google Search Central: [Creating helpful, reliable, people-first content](https://developers.google.com/search/docs/fundamentals/creating-helpful-content)
– Google Search Central: [Optimizing for generative AI features on Google Search](https://developers.google.com/search/docs/fundamentals/ai-optimization-guide)
– W3C: [Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 – Kontrast (Minimum)](https://www.w3.org/WAI/WCAG21/Understanding/contrast-minimum.html)
– Google Search Central: [Understanding Google Page Experience](https://developers.google.com/search/docs/appearance/page-experience)
– Anthropic: [Data Processing Addendum](https://www.anthropic.com/legal/data-processing-addendum)
– Claude Help Center: [How do I view and sign your Data Processing Addendum (DPA)?](https://support.claude.com/en/articles/7996862-how-do-i-view-and-sign-your-data-processing-addendum-dpa)
– Sozialministerium Österreich: [Barrierefreiheitsgesetz](https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Soziales/Menschen-mit-Behinderungen/Barrierefreiheitsgesetz.html)
– WKO: [Barrierefreiheitsgesetz im E-Commerce](https://www.wko.at/internetrecht/barrierefreiheitsgesetz-e-commerce)

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