Was gehört in ein Impressum? – Alle Antworten auf die Fragen – Warum du ein Impressum brauchst und was drin stehen muss

In Österreich ist ein Impressum auf deiner Website gesetzlich vorgeschrieben – für alle Selbstständigen, Einzelunternehmerinnen und sogar private Blogs.
In dem Blogartikel findest du was für Angaben enthalten sein müssen, wo es sich auf deiner Website befinden muss. Verlinkt habe ich die Rechtsgrundlagen, sowie praktische Tipps und Vorlagen damit du dein Impressum auf der Website auch richtig hast.
Was gehört in ein Impressum ?
In ein Impressum gehören über die Basisangaben hinaus je nach Unternehmen weitere gesetzlich erforderliche Informationen.
Welche Angaben das konkret sind und warum das Thema Impressum in Österreich nicht ganz so einfach ist, erkläre ich dir im Folgenden.
Gehört hast du es vielleicht schon – es gibt in Österreich eine Impressumspflicht für deine Website – aber weißt du auch, ob dein Impressum auf der Website richtig ist?
Gleich mehrere Gesetze stehen dir zum Nachlesen über die Impressumspflicht zur Verfügung: Mediengesetz (Offenlegung gem § 25 MedienG), E-Commerce-Gesetz (§ 5 ECG), Unternehmensgesetzbuch (§ 14 UGB), Gewerbeordnung (§ 63 GewO) – eh klar oder? Damit es auch richtig einfach ist, nicht jedes Gesetz gilt für alles und jeden. Gut erklärt hat das die WKO in ihrer Broschüre, wo ihr auch weitere Impressumsvorlagen finden könnt.
All diese Gesetze gelten für dich als Selbstständige, egal ob du Kleinunternehmerin oder „normale“ Selbstständige (UID-pflichtig) bist – in unterschiedlichen Weisen und Formen. Dies gilt aber auch, wenn du einen persönlichen Blog führst oder eine Hobbywebsite betreibst. Die Offenlegung geht uns alle an!
Unterschieden wird in große und kleine Websites. Wobei hier aus meiner ganz persönlichen Sicht der Unterschied schon sehr, sehr klein ist. Und die Definitionen, die man so findet, manchmal auch widersprüchlich sind.
Ich habe mir daher grundsätzlich angewöhnt, dass es Basisinformationen für jede Website gibt, die schon aus Transparenzgründen und als vertrauensbildende Maßnahme eingetragen werden sollten. Ihr wisst, wir leben in einem Zeitalter der Internetkriminalität, und wir wollen ja als Selbstständige vertrauensvoll und integer sein.
An dieser Stelle der Hinweis für euch:
Ich bin keine Juristin und keine Rechtsanwältin, daher ist dieser Blogartikel
KEINE Rechtsberatung und ersetzt diese auch nicht.
Da ich ja eigentlich fast nur mit Selbstständigen oder Unternehmen arbeite, gibt es hier sowieso fixe Vorgaben und keinen Spielraum für den Inhalt des Impressums.
Meine bereitgestellten Vorlagen im Anhang richten sich daher an Kleinunternehmerinnen, Einzelunternehmerinnen und andere selbstständige Unternehmer*innen.
Du willst dir das Zusammensuchen der einzelnen Angaben sparen?
Hier findest du meine kostenlosen Impressumsvorlagen.
Die Vorlagen dienen als Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung.
Warum du ein Impressum brauchst?
Deine Website ist dein digitales Schaufenster, das du der Welt zeigst. Und genau wie dein physisches Geschäft eine Anschrift haben muss, benötigt auch deine Website (Online-Präsenz) eine klare „Adresse“ – das Impressum.
Das Impressum ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, es ist dein rechtlicher Leitstern, der Vertrauen schafft und Transparenz zeigt. Es sagt deinen Usern (Besucher*innen): „Hier ist ein echtes Business mit einer echten Person dahinter!“
Die Basis- & Pflichtangaben
In deinem Impressum muss eine ganz bestimmte Konstellation an Informationen enthalten sein:
Dein Name bzw. Firmenwortlaut
Deine Rechtsform ist in den meisten Fällen ja ohnehin ersichtlich. Hier mein Beispiel:
Sternloscreative e.U. – Firmenname – Rechtsform Einzelunternehmerin – die Punkte sagen aus, dass ich ins Firmenbuch eingetragen bin. Wäre ich das nicht, würde hier Monika Stern eU stehen.
Deine Anschrift – Standortberechtigung
„Muss meine Adresse in das Impressum?“
ist eine der meistgestellten Fragen und die Antwort lautet in der Praxis in den meisten Fällen: Ja.
Dort, wo du dein Gewerbe angemeldet hast, ist der Standort deiner Gewerbeberechtigung. Vielen ist oft nicht klar, dass dies heißt, sie müssen ihre Privatadressen angeben.
Als Einzelunternehmer*in ist das aber genau die Adresse. Willst du das nicht, musst du dir rechtliche Unterstützung holen, um deine Alternativen zu besprechen. Hierzu kann ich euch meinen Wirtschaftsanwalt meines Vertrauens empfehlen: Mag. Arnulf Schaunig.
Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass in den letzten fast 9 Jahren noch nie jemand bei mir zu Hause war, den ich nicht auch eingeladen habe.
Berücksichtigen solltet ihr vielleicht:
Ich kann zu jederzeit euren Gewerbestandort im Internet abfragen – denn dieser steht im GISA-Auszug, und den kann ich ohne eure Zustimmung ganz easy abfragen.
Was ist jetzt, wenn du aber zum Beispiel in einer Gemeinschaftspraxis arbeitest?
Kannst du diese Adresse nehmen?
Ob das rechtlich hält, kann ich dir nicht beantworten, wie erwähnt bin ich ja keine Anwältin. Aus rein persönlicher Meinung ist das besser als keine Adresse, und wenn ich dich wirklich dort finde – alles fein.
Wie gesagt, meine ganz persönliche Meinung.
Deine Kontaktdaten
Deine UID-Nummer oder du bist Kleinunternehmer*in
Deine Firmenbuchnummer, Firmensitz & das Firmenbuchgericht
Solltest du im Firmenbuch eingetragen sein, müssen diese Angaben im Impressum eingetragen werden.
Muss man sich ins Firmenbuch eintragen lassen?
Als einzelunternehmer*in musst du dich nicht ins Firmenbuch eintragen lassen.
Warum sollte man sich ins Firmenbuch eintragen lassen?
Auch hie rkann ich dir gern mein Beispiel nennen. Ich bin einzelunternehmerin und somit hätte meine Firma Monika Stern eU heissen müssen. Das wollte ich aber nicht, da ich ja immer eine kleine aber feine Werbeagentur mit Mitarbeitern und Lehrlingen werden wollte. Daher habe ich mich ins Firmenbuch eintragen lassen damit ich einen Firmennamen verwenden kann – sternloscreative e.U.
Mittlerweile habe ich den Firmennamen schützen lassen daher ist jetzt ein ® dran– aber das ist eine andere Geschichte.
Gwerbewortlaut, Gisanummer, Berufsrecht bzw. gewerbeordung
Auftsichtbehörde/Gewerbebehörde, Berufsbezeichnung & Verleihungsstaat
Obligatorische Angaben
Zusatztipp – Social Media
Wir benötigen für die Social Media Kanäle die wir verwenden ein gültiges Impressum. Dazu müssen wir den Link unseres Impressums dort hinterlegen. Ich füge immer einen Satz im aktuellen Impressum hinzu. Damit brauchen wir nicht noch ein zusätzliches Impressum;)
Wo finde ich das Impressum einer Website?
Das Impressum einer Website befindet sich in der Regel im Footer und muss von jeder Seite aus leicht erreichbar sein. Der Footer ist der ganz untere Bereich einer Website. Der Impressumslink darf durch nichts verdeckt werden. Auch nicht durch den Cookie Banner. Achte darauf das der Cookie Banner einen Impressumslink vorweist (das selbe gilt auch für den Link der Datenschutzseite).
Wichtig: Das Impressum und die Datenschutzerklärung müssen je eine eigene seite sein. Nicht beides auf eine Seite.
Ein gut platziertes Impressum ist wie ein heller Stern am Nachthimmel. Nicht zu übersehen und gibt deiner Website (also dir) die notwendige Seriosität.
Welche Risiken hat ein fehlendes Impressum?
Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum kann rechtliche Folgen haben und gleichzeitig das Vertrauen deiner potenziellen Kund:innen kosten.
Das Impressum wirkt auf den ersten Blick oft wie ein Pflicht-To-do. In der Praxis sehe ich aber immer wieder, wie es schnell zum echten Stolperstein wird. Vor allem dann, wenn dein Impressum fehlt, unvollständig ist oder schwer auffindbar ist.
Die möglichen Folgen können unter anderem sein:
Gerade für dich als Neugründer:in oder Einzelunternehmer:in können solche Konsequenzen besonders unangenehm sein. Unerwartete Kosten oder der Verlust von Glaubwürdigkeit treffen oft genau dann ein, wenn du gerade dabei bist, dir etwas Vertrauen aufzubauen. Das kann dein Business-Universum ordentlich durcheinanderbringen.
Fazit: Ein gut sichtbares und korrekt ausgefülltes Impressum ist deshalb nicht nur eine rechtliche Formalität, sondern auch ein Zeichen von Transparenz und Professionalität. Damit für dich ein wichtiger Baustein für das Vertrauen deiner Nutzer:innen.
Sternentipp zum Schluss – Impressum & Datenschutz – Geschwister im Rechtskosmos
Das Impressum und die Datenschutzerklärung sind wie Geschwister im Rechtskosmos. Beide sind Pflicht, beide sollten aktuell sein, beide schützen dich und deine User:innen bzw. Kund*innen!
In meiner „Sternenschmiede“ sorge ich dafür, dass deine Website nicht nur wunderschön und funktional ist, sondern auch mit Fokus auf rechtliche Sorgfalt (datenschutz- und rechtsbewusst aufgebaut) und aktuelle Anforderungen umgesetzt wird.
Jetzt hol dir die kostenlose Impressumsvorlage je nachdem was für dich zutrifft
Hinweis: Die Vorlagen dienen als Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung.
Fazit
Gratuliere, du hast alles gelesen und bist bestens vertraut mit „was gehört in mein Impressum“ .
Somit ein wichtiger rechtlicher Leitstern in deinem digitalen Business-Universum ist.
Dieses Thema gibt es auch als Podcastfolge
Mehr zum Thema, Website, DSGVO, SEO, Bloggen, Branding, Selbstständigkeit und Mindset findest du auch in meinem Podcast.
Spannende Interviews mit Selbstständigen und interessanten Einzelfolgen.

Ich bin Monika, der kreative Kopf von sternloscreative, dein kreativer Begleitstern.
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