Buchcover – Gestaltung und Aufbau

Du hast es geschafft, dein Buch ist fertig! Nun gilt es Informationen darüber einzuholen, was deine Zielgruppe, also deine Leser, interessiert. Bevor wir mit der Gestaltung des Covers beginnen können, gehen wir in die Recherche. Das heißt, wir schauen uns in dem Genre, in dem dein Buch erscheinen soll, die ersten 10-30 Bücher an. Anschließend analysieren wir deren unterschiedliche Designs –  die Covers und deren Rückseite. Wie ist das Layout, welches Bild wurde verwendet, um die Emotionen zu unterstreichen. Gibt es andere Elemente auf dem Cover. Und natürlich für mich die wichtigste Entscheidung; die Schrift – nichts unterstreicht für mich mehr die Worte des Autors oder der Autorin, nichts holt mich mehr ab, wen es um den Buchkauf geht. Jedoch kann auch nichts besser alles verderben als die Wahl der falschen Schrift auf dem Cover.

Noch eine kleine Anmerkung bevor wir uns dem Cover Aufbau widmen:

Wusstest du, dass veröffentlichte Buchtitel geschützt sind? Recherchiere daher sehr sorgfältig, ob dein gewünschter Buchtitel nicht schon vergeben ist. Du kannst dafür Verzeichnisse für lieferbarer Bücher bei den großen Verlagen oder bei größeren Online-Buchstores nachschauen.

Buchcover – der Aufbau

Dein Buchcover – Design besteht im Grunde aus Text und Bildern. Für das richtige Design musst du dir deine Botschaft an deinen Leser überlegen. Was möchtest du mit dem Cover-Design an den Leser kommunizieren? Wie lassen wir ihn also fühlen, worum es in deinem Buch geht? Womit nagelst du deinen Leser fest? Sobald du deine Botschaft (meistens der Titel) hast, gehen wir ihn die Umsetzung.

Dazu klären wir hier ab was den alles auf ein Buch drauf muss. Hier habe ich dir mein fiktives Buch abgebildet und die einzelnen Element beschrieben.

Auf jedem Buchcover gibt es Informationen und Elemente, die nie fehlen dürfen. Zu diesen zählen der Buchtitel und eventuell ein Untertitel, der Autorenname, ggf. die Nennung des Genres und der auf der Rückseite befindliche Klappentext. Auf diesen Elementen sollte bei der Buchcovergestaltung unser Augenmerk liegen.

Buch_Design | Monika_stern | sternloscreative

Das Buchformat

Dieses „Muss“ im Vorfeld festgelegt werden, um kostenaufwändige Korrekturen zu vermeiden. Nicht zu unterschätzen ist das Format auch als Gestaltungselement. Oft folgt es aber auch dem Gebrauch, wie z.B. die Coffee Table Books (hier für euch verlinkt – die Vouge hat hierzu interessante Beispiele).
Diese sind oft sehr aufwendig gestaltet und meistens ein einem grossformatigen Format (z.B. grosses Quadrat 30cm x 30 cm)

Der Buchdeckel

Hier befinden sich Autor, Titel, Untertitel und Bilder oder Illustration eventuell das Verlagslogo  (falls du einen Verlag hast). Mit dem Untertitel hast du die Möglichkeit, den Nutzen deines Buches noch mehr herauszustellen und ein mehr an Informationen zum Inhalt herzugeben.

Um dabei die für deine Leser relevante Keywords (auch Schlagworte genannt) einzubauen. Ist dein Buch vielleicht eine Buch-Reihe oder -Serie, kannst du auch hier Hinweise im Untertitel verarbeiten oder als seperaten Hinweis hier vernerken.

Die Buchrückseite

Hier finden wir eine kurze Zusammenfassung auch Klapptext genannt (der „ich kauf das Buch–Text“  wie ich ihn nenne). Gerade soviel Text um einen Neugierig zu machen oder meine Erwartung zu erfüllen ohne ganz genau ins Detail zu gehen. Durch eine einladende Subheadline kannst du dies noch herrausstreichen.

Der Klapptext sollte ca. zwischen 90 und 250 Wörtern lang sein.

Je nach Genre befindet sich auch eine Kurzbio des Autors oder der Autorin auf der Rückseite. Diese dient zur Eigenwerbung und kann bei Sachbüchern noch durch dein Firmen oder Markenlogo ergänzt werden.

Der EAN Strichcode und die ISBN dürfen auch nicht fehlen.

Solltest du mit einem Verlag zusammenarbeiten, darf natürlich nicht auf das Verlagslogo vergessen werden.

Der Buchrücken

Dieser kann je nach Dicke zur Designherausforderung werden, je dünner er ist, so schwieriger lässt er sich gestalten. Mein Tipp: vermeidet farbig unterschiedliche und harte Bildkanten am Rücken. Diese können drucktechnisch leider ungenau sein und dann hat man nicht schöne mm Ungenauigkeiten  auf dem Cover oder der Rückseite. Besser ist es, die Farbe oder das Bild über den Rücken zu ziehen. So wie auf meinem Bild weiter oben, gut zu sehen ist. Der Informationsgehalt ist meistens derselbe: Autor bzw. Autorin, Titel (wenn Platz auch Untertitel) und Verlags- oder Firmenlogo.

Bei Buchreihen oder Buchserien könnte auch am Rücken ein Symbol oder ein anderes Erkennungselement angewendet werden. Auch kann eine Illustration, die sich über mehrerer Bücher zieht ein optisches Highlight im Bücherregal darstellen.

Buchcover – Die Gestaltung

Buchcover – Das Motiv

Deine Leser wollen sich abgeholt fühlen und das tun sie grundsätzlich nicht auf überladenen Buch covers. Daher folge immer dem Rat: Weniger ist mehr.  Mit nur wenigen Bildelemente Highlight setzen. Oft reicht ein ganz gezielt gewähltes  Motiv aus. Oder folge einer verwendete Symbolik  aus deinem Buch. Damit lässt sich ein guter inhaltlichen Bezug herstellen. Hier solltest du auf deine Recherche zurückgreifen. Um auch nicht zu sehr von deinen Mitautoren ab zu driften.

Achte auf die Ausgewogenheit zwischen Bild, Motiv und Schrift. Hier gilt es Maßzuhalten um nicht dem einen oder anderen den Platz zu rauben. Auch sollten die Hintergründe nicht zu unruhig sein, den dies, könnte die, Lesbarkeit gefährden. Guter Kontrast ist dabei notwendig. Bei Bildern wie auch Schriften gilt es, dass du diese nur verwenden darfst, wenn du dafür auch die ausreichende Lizenz besitzt. Bei Bildern reicht oft die Standardlizenz nicht aus. Hier muss oft eine erweiterte Lizenz angekauft werden. Bitte lies dir immer die Lizenzvereinbarung durch. Hohe Strafen könnten auf dich zukommen bei nicht Beachtung. Vermeintlich kostenlose Bilder oder Grafiken sollten NIE den Weg auf dein Cover finden.

Oft vergessen wird auch, dass für den Druck deines Buches die Bilder oder Grafiken zur optimalen Darstellung, in einer ausreichenden Auflösung vorhanden sein sollten. Bei Unklarheiten las lieber einen Experten oder eine Expertin deines Vertrauens darüber schauen.

Buch Design | Cover Design | Markt Kochbuch für Autorin Nicole Ott | sternloscreative

Buchcover – Die Farben

Die Farben auf deinem Buchcover verinden das Motiv und die Schrift miteinander. der beiden einander anpassen. Aus meiner Erfahrung kann ich dir empfehlen immer die Hellere auf eine dunkler Farbe zu legen. Diese Empfehlung hängt aber wieder sehr stark von dem Genre deines Buches ab. Bei der Auswahl kann die Farbpsychologie eine sehr hilfreiche Rolle spielen. Beschränke dich auch bei den Farben  auf zwei bis drei Hauptfarben auf deinem Buchcover. Ausser dein Buch geht tatsächlich um das Thema Farbe ;)

Buchcover gestaltung color

Buchcover –  Die Schriften (Fonts)

Schriften sind für mich das Um und Auf bei einem Buchcover. Die Auswahl sollte nach Genre und Inhalt erfolgen. Gute Lesbarkeit ist immer vor Ausgefallenheit vorzuziehen. Jede Schrift, die du verwendest, muss zur kommerziellen Nutzung freigegeben sein.

Lies immer bitte die Lizenzvereinbarung. Für die Buchprojekte in der Sternenschmiede kaufe ich regelmäßig Schriften an. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass die Lizenz immer stimmt, sondern ich hebe das Projekt auch von allen anderen ab. Da ich nicht  den Font verwende den alle anderen verwenden. Am Cover wie auch im ganzen Buch musst du mit Hierarchien arbeiten. Damit gibst du deinem Inhalt Struktur und stellst die Wichtigkeit der verschiedenen Informationen heraus. Dies kann dir durch laute Auszeichnungen wie unterschiedliche große Schriftgrößen und unterschiedlich fette Schriftschnitte gelingen. Oder auch durch leise Auszeichnungen wie kursive Schriftschnitte. Die ästhetische Kombination zwischen Funktion und Design macht den Unterschied.  Unterschiedliche Schriftarten solltest du mit Vorsicht und Bedacht wählen. Die richtige Schriftmischung ist eine Kunst und bedarf sehr viel ästhetisches Geschick oder jahrelanger Erfahrung. Oder für andere auch einfach Geschmacks Sache.

Meine Tipps hierzu:

    • Serif Schrift (z.B. Bodoni und Minion) nicht mit einer anderen Serif Schrift mischen
    • Wählst du eine Schreibschrift oder einen Letterfont wähle einen Serifenlosefont mit gleicher Schrift dickte dazu.
    • Schreibschrift nie in reinem Versalsatz (nur Großbuchstaben), das kann man bis auf wenige ausnehmen nicht lesen.
    • Wenn möglich bleib in einer Schriftfamilie, da geht nichts schief ;
    • Maximal zwei bis drei unterschiedliche Schriften  in deinem Buch und auf deinem Cover.

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Schriftmischungen Muster gut & Schlecht | Glossar | Sternloscreative
Monika Stern - sternloscreative

Ich bin Monika, der kreative Kopf von sternloscreative. In meiner grafischen sternenschmiede dreht sich alles um Neugründer:innen, Klein- und Einzelunternehmer:innen.

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